„Klartext“: Bürgermeister im Gespräch mit Bürger/innen über Rathausbau und weitere Schwelmer Themen

Auch grauer Himmel und feuchte Kälte lassen intensive und coronagerechte Veranstaltungen zu: Das bewies das Gespräch, zu dem Bürgermeister Stephan Langhard jetzt Bürger/innen für eine gute Stunde auf den Bürgerplatz eingeladen hatte. Begleitet wurde er dabei vom Beigeordneten Ralf Schweinsberg, Kämmerin Marion Mollenkott und Thomas Striebeck, Leiter des Zentralisierungsprojekts. Alle vier hörten zu, erläuterten Sachverhalte und nahmen Anregungen auf.

Um das Ergebnis vorwegzunehmen, fand das neue Dialog-Format viel Anklang und soll auf jeden Fall fortgesetzt werden.

Wie in der jüngsten Ratssitzung und zudem über die Presse hatte das Stadtoberhaupt versprochen, den Menschen Rede und Antwort zu seiner Entscheidung zu stehen, das Rathaus-Projekt nach intensiver Prüfung nicht zu stoppen. Bekanntlich folgen die Politiker/innen dem mit großer Mehrheit (Ratssitzung vom 12. November).  

Beim „Klartext“-Gespräch fanden sich nun Schlag auf Schlag Damen und Herren ein, die entweder Fragen stellten oder Impulse gaben oder ihre individuelle Haltung zum Rathausbau begründeten.

Auf das Rathaus bezogen sich Fragen nach der Nutzung der geplanten Ladenzeile im Erdgeschoss und nach der Gestalt des modernen Baukörpers in Nachbarschaft zur traditionellen Innenstadtarchitektur. Ob man künftigen Generationen nicht eine zu große Finanzbürde zumute, wollte ein Bürger wissen und auch, ob eine Sanierung des Rathauses in der Hauptstraße nicht ausgereicht hätte. Eine Bürgerin wiederum sähe gern, wenn das neue Rathausgebäude bis zur vollständigen Klimaneutralität umgeplant werden könnte.

Das Bürgergespräch drehte sich weiter um vermeintlich fehlende Parkplätze oder – ganz im Gegensatz dazu - die Forderung, die Verkehrswende in Schwelm herbeizuführen, sei es z.B. durch Einführung eines Shuttle-Busses, der Besucher vom Brunnen-Parkplatz in die Innenstadt und zurückbringen könnte. Gefragt wurde ferner nach den Gründen für den Abriss des Patrizierhauses und der Zukunft des Kesselhauses.

Auch sonst nehmen die Bürger/innen lebhaften Anteil am Wohl und Wehe der Stadt, wie folgende Themen bezeugen: Was kann man tun, um auch Jüngere verstärkt in die Stadt zu bekommen? Braucht die Stadt neben dem Innenstadt-Zentrum auch ein „Zentrum“ für Kreativität und Ideen? Kann – vielleicht im Rathauserdgeschoss eine Recyclingwerkstatt eingerichtet werden, um den Kreislauf der Güter weniger konsumorientiert zu handhaben? Und ebenso ging es um die Entwicklung des Zassenhausgeländes, die „Hundewiese“ oberhalb des Freibades, Sitzbänke im Wald und Windelmülleimer.

Insgesamt betonten die Gesprächspartner/innen, dass sie es gut fänden, „dass es jetzt mit dem Rathaus weitergeht, weil ein Punkt gesetzt wurde!“ Einige Bürger/innen dankten Stephan Langhard persönlich dafür, dass er sein Versprechen wahrmacht, über den Wahlkampf und die Bürgermeisterwahl hinaus das Gespräch mit den Menschen zu suchen.

Schwelm, den 18. November 2020

Zu den Bürger/innen, die das Gesprächsangebot von Bürgermeister Stephan Langhard gerne wahrnahmen, gehörten auch Wolfgang Wagner, Dorothea Nölle und Achim Lohr.
Auskunft gaben von der Stadtverwaltung neben dem Stadtoberhaupt auch Beigeordneter Ralf Schweinsberg, Kämmerin Marion Mollenkott und Thomas Striebeck, Projektleiter der Zentralisierung, hier im Austausch mit Klaus Fabry. Fotos: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph
Serviceportal