„Martfeld Klassik“: Vorfreude auf neue Saison mit vier herausragenden Konzerten / Am 22. September Klavierabend mit Sofja Gülbadamova

Mit der Gründung des Martfeld-Quartetts im Jahr 1980 durch vier Mitglieder des Wuppertaler Sinfonieorchesters verband sich die Hoffnung, das geschichtsträchtige Haus Martfeld auch musikalisch mit Leben zu erfüllen.

Das ist nachweislich mit großem Erfolg gelungen, begeisterte das Quartett doch in den folgenden Jahrzehnten in wechselnder Besetzung die Freunde guter Musik mit herausragenden Konzerten.

Dem künstlerischen Leiter der Reihe „Martfeld Klassik“ und ersten Violinisten des Martfeld-Quartetts, Liviu Neagu-Gruber, gelingt es stets, für Haus Martfeld ein anspruchsvolles Konzertprogramm zu gestalten, das viele Menschen anspricht. Immer wieder gewinnt er befreundete namhafte Solisten oder Ensembles für einen Auftritt in Schwelm. In diesem Jahr ist statt des Martfeld-Quartetts das Martfeld-Ensemble zu hören.

Für Schwelms Bürgermeisterin Gabriele Grollmann-Mock ist die Reihe „Martfeld-Klassik“ „der Klassiker schlechthin“. Im Pressegespräch zum Auftakt der neuen Saison 2019/2020 im Haus Martfeld dankte sie jetzt sehr herzlich dem Sponsor, Schwelms Ehrenbürger Wilhelm Erfurt, und Liviu Neagu-Gruber dafür, „dass wir in Schwelm unser schönes Schloss mit dieser wunderbaren Musik“ erfüllen können. Dass die Besucher/innen die Veranstaltungen im Haus Martfeld künftig dank eines bald in Dienst gestellten Aufzuges dann auch barrierefrei erreichen können, hob Gabriele Grollmann-Mock mit Freude hervor. Auch Dr. Frauke Hortolani, stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende des Kulturausschusses, freut sich sehr über die erfolgreiche Reihe, „die uns allen so sehr gefällt“.    

Ein Blick auf die vier Konzerte der neuen Saison:

  • Zum Auftakt der neuen Saison wird die Pianistin Sofja Gülbadamova am Sonntag, dem 22. September, unter dem Titel „Poesie…“ einen sicher unvergleichlichen Klavierabend geben. Die für ihre Klangfantasie gerühmte russische Pianistin wird Kompositionen von Josef Suk, Edvard Grieg und Robert Schumann spielen. Sofja Gülbadamova, die in Lübeck lebt und überall in der Welt konzertiert, gewann 2008 gleich zwei internationale Klavierwettbewerbe, so den Concours international pour piano in Aix-en-Provence und den 6. Internationalen Francis-Poulenc-Klavierwettbewerb. 2010 gewann die Künstlerin den Grand Prix beim Internationalen Rosario-Marciano-Klavierwettbewerb in Wien.
  • Am 17. November wird das Martfeld-Ensemble mit der Weltklasse-Mezzosopranistin Catriona Morison im Haus Martfeld auftreten. Das Konzert trägt den Titel „Die Welt sich träumen…“ und wird bestimmt von Kompositionen von Ludwig van Beethoven, Ethel Mary Smyth und Franz Schubert. Das Martfeld-Ensemble spielt in der Besetzung Liviu Neagu-Gruber (Violine), Momchil Terzyiski (Bratsche), Karin Nijssen-Neumeister (Cello), Ulrike Siebler (Flöte), Manuela Randlinger-Bilz (Harfe), Martin Schacht (Klavier) und Werner Hemm (Schlagzeug). Die vielfach ausgezeichnete Catriona Morison gewann den internationalen Gesangswettbewerb „Cardiff Singer of the world 2017“ in den beiden Kategorien „Beste Sängerin Lied“ und „Beste Sängerin Oper“.Mit Werken von Ethel Mary Smyth wird der Fokus auch auf eine britische Komponistin (1858-1944) gelegt, die sich mit ihrem künstlerischen Schaffen durchsetzen wollte und sich wegen der starken Zurücksetzung von Frauen durch die Gesellschaft in ihrer Heimat der Bewegung der Suffragetten anschloss. Wie L. Neagu-Gruber anmerkt, denkt die BBC in London sogar darüber nach, Werke von Ethel Mary Smyth von Catriona Morison und dem Martfeld-Ensemble aufzunehmen.
  • Beim „Trio di Roma“, das seit 25 Jahren Erfolge vor allem in Italien und Frankreich feiert, ist seit zwei Jahren Liviu Neagu Gruber der neue Violin-Partner von Barbara Cattabiani (Klavier) und Marius Parascan (Cello). Für sein Konzert am 16. Februar 2020 im Haus Martfeld hat das Trio ein schönes Programm mit Werken von Antonin Dvorák, Bedrich Smetana und Felix Mendelssohn-Bartholdy zusammengestellt.
  • Zum Abschluss des Saison-Programms ertönen am 17. Mai 2020 „Septette“ von Franz Berwald und Ludwig van Beethoven. Die Solisten der Westdeutschen Sinfonia spielen in der Besetzung Liviu Neagu-Gruber (Violine), Momchil Terzyiski (Bratsche), Michael Flock-Riesinger (Cello), Markus Vornhusen (Kontrabass), Wolfgang Esch (Klarinette), Egon Hellrung (Horn) und Jens Hinrich Thomsen (Fagott).

Die Konzerte finden stets an einem Sonntag um 17.30 Uhr statt. Der Eintritt kostet 16 Euro (Erwachsene), 12 Euro (Schüler und Studenten) und 9 Euro (Schwelm-Pass, Juleica). Die Konzertreihe wird von einem stilvollen Programmheft begleitet, das an vielen Stellen in der Stadt zur Mitnahme bereit liegt. Es ist hochinformativ und mit weitreichenden Angaben zu den Komponisten, ihren Werken und ihrer Zeit versehen, so dass man schon eine kleine gedruckte Musikgeschichte in seinen Händen hält.

Schwelm, den 5. September 2019   

Freuen sich mit vielen Freunden der Musik auf die neue Saison der Reihe „Martfeld Klassik“: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann-Mock, Dr. Frauke Hortolani, stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende des Kulturausschusses, Liviu Neagu-Gruber (Martfeld-Quartett/Martfeld-Ensemble), der der Programm organisiert, Cornelia Eggert, die für Schwelms Ehrenbürger Wilhelm Erfurt am Pressegespräch teilnahm, und Margit Passehl, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Schule, Kultur, Sport. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph
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