Neues Verwaltungsgebäude in Schwelm liegt im Zeitplan

"Der Rohbau für das neue Dienstgebäude der Kreisverwaltung an der Rheinischen Straße in Schwelm konnte in diesen Tagen wie geplant fertiggestellt werden. Dieser Schlusspunkt war gleichbedeutend mit dem Startschuss für den Innenausbau." Landrat Olaf Schade sieht die Büroräume für die Mitarbeiter des Jobcenters EN im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis und des Ausländeramtes auf einem guten Weg.

Bei einem Ortstermin mit Beschäftigten sowie in Anwesenheit von weiteren Vertretern aus Verwaltung und Politik zeigte er sich zudem optimistisch, dass der Einzug bis Ende nächsten Jahres realisiert werden kann. Noch im Februar hatten Matsch, Kies und erste Baulöcher das Bild der Baustelle bestimmt. Jetzt ist das dreistöckige, in S-Form angelegte Gebäude mehr als klar erkennbar, sieht von außen schon so gut wie fertig aus.

Phantasie gefordert war und ist aber noch, wenn es um das genaue Bild geht, wie die Büros aussehen werden, in denen die mehr als 200 Beschäftigen in absehbarer Zeit im Einsatz sein sollen. Um hier eine Vorstellung  zu bekommen, nutzten viele der Gäste das Angebot, einen kurzen Gang durch den Rohbau zu machen. Vielfacher Tenor: Mitarbeiter und Kunden können sich auf ein modernes, funktionales Bürogebäude freuen. Es wird sich im Vergleich zu den aktuell genutzten Immobilien bürger- und arbeitnehmerfreundlicher präsentieren.

Barrierefrei, zentral gelegen und per Bus und Bahn erreichbar - das sind für die Kreisverwaltung ebenso weitere Pluspunkte des Neubaus wie Wartezonen mit zeitgemäßen Empfangsbereichen, Parkplätzen für PKW und Fahrräder sowie - unter anderem dank LED-Beleuchtung, Erdwärmeheizung und Solaranlage - die Energieeffizienz.

"Mit dem anthrazitfarbenen Klinker nehmen wir die Anmutung der Schwelmer Schieferhäuser auf", verriet Schade ein Detail der Pläne. Für diese hatte der Kreistag den Weg im September 2017 endgültig freigemacht. Es folgten ein komplexer Genehmigungs- und Planungsprozess sowie die europaweite Ausschreibung, deren Frist verlängert werden musste.

Im Ergebnis sicherte sich das Unternehmen Hundhausen den Auftrag mit einem Budget von 15,5 Millionen Euro. "Neben Bau und Inbetriebnahme erbringen wir auch noch alle erforderlichen Planungsleistungen sowie die Wartung der nächsten Jahre", betont Stephan Hundhausen, Geschäftsführer des mittelständischen Familienbetriebes aus Siegen.

Nachdem beim Rohbau alles gut gelaufen ist, nimmt er jetzt den Innenausbau in den Fokus. Hier wird auf die genannte LEAN Construction gesetzt. Abweichend vom dem, was im Hochbau häufig noch üblich ist, werden dabei Abschnitte gebildet und die notwendigen Arbeiten werden sehr genau getacktet. "Praktisch heißt das beispielsweise: Die Putzer erledigen ihre Arbeiten, stellen diese fertig und wechseln in den nächsten Abschnitt. Ihnen folgen die Trockenbauer. Sind diese fertig, übernehmen die Elektriker und so geht es Abschnitt für Abschnitt weiter", skizziert Hundhausen. Erfahrungsgemäß herrsche auf LEAN Baustellen größere Ordnung, Abläufe und der Abgleich mit dem Terminplan seien koordinierter und einfacher.

Stichwort Neue Außenstelle der Kreisverwaltung

Das Gebäude wird der zentrale Standort für das Jobcenter EN im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis. Dort ziehen die Mitarbeiter ein, die ihren Arbeitsplatz bisher in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und Sprockhövel sowie in der Koordinierungsstelle hatten.

Neben baulichen Argumenten sprachen auch organisatorische Überlegungen für die Zentralisierung. Dazu zählen verbesserte Vertretungsregeln, ein effizienterer Personaleinsatz sowie erweiterte Spezialisierungsmöglichkeiten für die Beschäftigten. Die betroffenen Leistungsberechtigten sollen von einem Plus bei den Servicemöglichkeiten profitieren. Aktuell werden in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und Sprockhövel rund 9.500 Personen vom Jobcenter EN betreut.

Für den Einzug des Ausländeramtes in den Neubau sprachen die Raumnot im Schwelmer Kreishaus sowie ein Sicherheitskonzept, das dem des Jobcenters ähnelt.

(Eine Pressemitteilung der EN-Kreisverwaltung)

Schwelm, den 7. Oktober 2019

Während außen noch die Gerüste stehen, beginnt innen bereits der Ausbau./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
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