PCB: Kreisverwaltung ergänzt FAQ´s um Löwenzahnbericht

Erst kürzlich hat der Ennepe-Ruhr-Kreis eine Zusammenstellung von Informationen rund um die Messungen zu erhöhten PCB Werten in Ennepetal im Gewerbegebiet Oelkinghausen und im Wohngebiet Büttenberg veröffentlicht. Diese so genannten Frequently Asked Questions (faq) werden nun um den Löwenzahnbericht des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ergänzt, der im Internet auf der Seite des Ennepe-Ruhr-Kreises www.en-kreis.de jetzt einsehbar ist.

Grund der Messungen war ein im Oktober 2018 festgestellter Partikelniederschlag im Gewerbegebiet Oelkinghausen. Proben der weißen Partikel wurden zur Analyse an das Landesumweltamt (LANUV) gegeben. Aus den Ergebnissen der Analyse sowie von Emissionsberechnungen der Verursacherfirma für die beobachteten Partikelniederschläge, ergaben sich erste Hinweise auf PCB 47.

Daraufhin führte das LANUV ein Screening, sprich ein Testverfahren im Umfeld des Gewerbegebietes in Ennepetal durch, bei dem Proben von Löwenzahnpflanzen genommen wurden. Diese Untersuchungen waren wichtig um festzustellen, ob und wo sich Schadstoffdepositionen in Pflanzen im Gewerbegebiet sowie in der Umgebung des Gewerbegebietes Oelkinghausen wiederfinden.

Im Ergebnis der Löwenzahnproben wurde an 6 Stellen der sogenannte Hintergrundwert für PCB überschritten. Die Überschreitungen bewegen sich zwischen dem ca. 1,5- bis 6,7-fachen. Alle diese Punkte liegen im Gewerbegebiet Oelkinghausen. Der im Norden des Ortsteils Büttenberg gefundene Wert liegt nahe am Hintergrundwert, zwei weitere Löwenzahnproben im Osten waren unauffällig.

Mit dem Löwenzahnbericht ist nur ein erstes Schadstoffscreening durchgeführt worden. Die Ergebnisse liegen dem Kreis seit Anfang September vor. Für eine Veröffentlichung galt es allerdings zunächst die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Hierfür mussten Freigaben und Stellungnahmen des LANUV sowie der Verursacherfirma eingeholt und rechtlich geprüft werden. Die Ergebnisse der weiteren Emissionsmessungen, der Grünkohlproben und der Bodenproben sind allerdings noch zwingend abzuwarten. Diese Ergebnisse werden dann seitens des begutachtenden LANUV bewertet. Letztlich wird das LANUV erst im Frühjahr 2020 (nach Vorlage der Ergebnisse der Grünkohlproben) eine voraussichtlich abschließende Bewertung der Sachlage vornehmen.

Bürger, die Fragen zu den Verzehrempfehlungen oder gesundheitlichen Aspekten haben, können sich nach wie vor direkt an die Kreisverwaltung wenden. Erster Wahl sind dabei die Mitarbeiterinnen der Telefonzentrale (02336/93 0). Sie verbinden dann je nach Fragestellung mit den Ansprechpartnern in Umweltamt und Fachbereich Soziales und Gesundheit.

Die Kreisverwaltung wiederholt auch den Aufruf an die Bürger sich zu melden, wenn im genannten Bereich erneut weißliche Partikelniederschläge festzustellen sind. Diese waren der Auslöser der vom Ennepe-Ruhr-Kreis eingeleiteten Untersuchungen. Hinweise auf Partikel nimmt die Stadt Ennepetal unter der Telefonnummer 02333/979 0 entgegen.

(Eine Pressemitteilung der EN-Kreisverwaltung)

Schwelm, den 18. Oktober 2019

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