Stadtrat trifft wegweisende Entscheidung zur Zentralisierung der Verwaltung: Zentralverwaltung im neuen Rathaus / Musikschule, Stadtbücherei und VHS im Kulturzentrum

Am gestrigen Donnerstag, dem 22. März, tagte der Rat der Stadt Schwelm. Eines der Kernthemen dieser gut besuchten Sitzung war die „Zentralisierung der Verwaltung“. Die Politik stimmte mit großer Mehrheit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu.

Auf diesem Wege bieten wir als Stadtverwaltung den Bürgerinnen und Bürgern die grundlegenden Informationen auf einen Blick.

Zentralisierung der Verwaltung

  • Wer baut?

Die Stadt Schwelm ist die Bauherrin.

 

  • Was wird gebaut?

Gebaut werden zwei Gebäude.

Das Rathaus entsteht auf dem Gelände der früheren Schwelmer Brauerei, das die Stadt Schwelm im Frühjahr 2017 erworben hat.

Das neue Rathaus einschließlich Ladenzeile wird ausschließlich auf dem nicht denkmalgeschützten Teil des Geländes errichtet.

Das neue Rathaus nimmt die drei bisherigen Verwaltungsgebäude Hauptstraße 14, Moltkestraße 24 und Moltkestraße 26 an einem Standort zentral auf. Das neue Rathaus erhält evtl. eine Tiefgarage mit bis zu 80 Stellplätzen.

An der Römerstraße wird in einem neuen Gebäude ein Kulturzentrum eingerichtet. Hier finden die Städtische Musikschule, die Stadtbücherei und die Volkshochschule ihr neues Zuhause. Die „Villa X-Tradry“ wird abgerissen.

Das Langzeitarchiv der Stadt Schwelm wird im städtischen Gebäude Lindenbergstraße 78 untergebracht.

 

  • Warum wird gebaut?

Zwei der bisherigen Verwaltungsgebäude sind über 100 Jahre alt, eines über 60 Jahre alt. Der Zustand aller Gebäude ist marode, der Betrieb nachweislich unwirtschaftlich. Eine Sanierung ist technisch ausgeschlossen. Eine zentralisierte Verwaltung ist auch eine bürgernahe Verwaltung der kurzen Wege mit hohem Einsparpotential an Energiekosten und Zeit.

 

  • Wie viel kosten das neue Rathaus und das Kulturzentrum?

Die von der Politik vorgegebene Baukostenobergrenze liegt bei 30 Millionen Euro, inkl. Ladenzeile.

 

  • Was geschieht mit den beiden denkmalgeschützten Gebäuden?

Der Rat der Stadt Schwelm hat die Verwaltung beauftragt, die Bestandsgebäude „Altes Kesselhaus“ und „Patrizierhaus“ attraktiv und nachhaltig zu entwickeln. Bei der Entwicklung des „Alten Kesselhauses“ ist weiterhin das Ziel zu verfolgen, im Erdgeschoss einen Gastronomiebetrieb anzusiedeln.

Offensichtlich besteht allgemein der Wunsch nach einer Gastronomie im „Alten Kesselhaus“. Denkbar wäre die Entwicklung des „Altes Kesselhauses“ durch einen Investor, der einen Gastronomiebetrieb etablieren und im oberen Bereich des Gebäudes Wohnungen anbieten könnte.

Die Stadt benötigt das Patrizierhaus nicht für die Unterbringung von Verwaltungseinheiten und könnte sich z.B. eine Vermietung des attraktiven Gebäudes vorstellen.

 

  • Was geschieht mit den jetzt noch genutzten Gebäuden der Stadtverwaltung?

Die Stadt wird alle drei Gebäude und Grundstücke veräußern.

 

  • Was sind die nächsten Schritte?

Zeitnah wird das Auswahlverfahren für den Generalplaner auf den Weg gebracht, der im Herbst dieses Jahres verpflichtet werden soll. Der Generalplaner wird auch einen räumlich-visuellen Entwurf für das neue Rathaus und das Kulturzentrum erarbeiten.

Außerdem werden die intensiven Gespräche mit Interessenten für die Ladenzeile fortgeführt.

Mit der Freigabe der Entwürfe für die beiden Gebäude ist im Jahr 2019 zu rechnen, so dass dann auch Ausschreibungen und Vergaben erfolgen können.

Der Baubeginn für das neue Rathaus und für das Kulturzentrum ist für das Jahr 2019 vorgesehen. 

Schwelm, den 23. März 2018

Viele Bürgerinnen und Bürger wohnten gestern der Sitzung im Schwelmer Rathaus bei, in der der Stadtrat eine wegweisende Entscheidung zur Zentralisierung der Verwaltung traf. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Arno Kowalewski