Stadtverwaltung und Technische Betriebe Schwelm: Gespräche mit Bürger/innen wieder in Büros möglich / Aber: Termine telefonisch absprechen und Pflicht zur Maske

Wie alle anderen Einrichtungen hat auch die Stadtverwaltung im Zuge der Corona-Krise bei fortlaufender Arbeit notwendigerweise Zugangsbeschränkungen eingeführt. Trotz der Corona-Pandemie wurden zahlreiche Anliegen von Bürger/innen geklärt - wegen der notwendigen Kontaktbeschränkung per Telefon oder Mail oder - im Ausnahmefall - im direkten Gespräch in einem zentralen Erdgeschossbüro unter strenger Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln.

In dieser für alle ungewohnten Zeit hat sich die Verwaltung zudem mit zusätzlichen Aufgaben auseinanderzusetzen. Dazu zählen seit Beginn und anhaltend bis heute die Beschaffung von Schutzausrüstung und großen Mengen von Hygienematerial wie Desinfektionsmitteln. Denn nicht wenige Außendienstmitarbeiter/innen mussten vom ersten Tag an entsprechend ausgerüstet sein, doch das ist schwer, weil der Markt ruckzuck leergefegt war und die Preise in die Höhe schnellten…

Der Umfang der Kontrollaufgaben ist ständig gestiegen: Jede aktualisierte Coronaschutzverordnung muss(te) schnell umgesetzt werden, es ging und geht um Kontaktverbote und Abstandsregeln, Vorschriften für den Einzelhandel, das Freizeitverhalten, die Einhaltung der Maskenpflicht und, und, und…

Die Mitarbeiter/innen des Ordnungsamtes sind unablässig in Schichten im Dienst und mussten schon vor Wochen weitere Kolleg/innen aus anderen städtischen Fachbereichen für Kontrollaufgaben hinzuziehen.

Die Stadt hat, um der zahlreichen Anfragen von Bürger/innen, Geschäftsleuten und Unternehmer/innen gerecht zu werden, die Telefonhotline speziell zu Fragen rund um Corona verstärkt. Außerdem hat sie eine eigene FAQ-Liste erarbeitet, die laufend auf den neuesten Stand gebracht wird.

Mit der schrittweisen Lockerung der Coronabestimmungen wie der sukzessiven Öffnung der Schulen, der Freigabe der Spielplätze u.v.m. kamen weitere Aufgaben auf die Verwaltung zu. Und natürlich befasst sich die Kämmerei intensiv mit dem städtischen Haushalt, der coronabedingt unter Mehraufwendungen und Mindererträgen leidet. 

Vom kommenden Montag, dem 18. Mai, an, wird die Verwaltung zwar nach wie vor nur zugangsbeschränkt erreichbar sein, doch die Bürger/innen werden wieder in den Büros der Mitarbeiter/innen ihre Anliegen besprechen können. Das gilt auch für die Technischen Betriebe Schwelm in der Wiedenhaufe 11.  

Dazu müssen nachvollziehbar die wichtigen Abstands- und Hygienegebote befolgt werden.

Der Zugang zur Verwaltung ist bis auf Weiteres nur nach telefonischer Terminabsprache möglich. Die Namen der städtischen Ansprechpartner/innen sind auf der Homepage verzeichnet. Wer erst eine Fachkraft sucht, wird gebeten, die Zentralnummer 801-0 anzurufen. Termine für das Bürgerbüro können schon seit langem über das Buchungs-Tool auf der städtischen Homepage von zu Hause aus gebucht werden, ansonsten telefonisch im Bürgerbüro unter 801-255.

Der Besucher/innenverkehr in den Verwaltungsgebäuden wird über getrennte Ein- und Ausgänge geregelt.

Rathaus, Hauptstraße 14: Eingang von der östlichen Seite aus (als Haupteingang bekannt). Der Ausgang erfolgt über den westlichen Zugang (an der Rampe). In besonderen Fällen (z.B. für Rollstuhlfahrer/innen) erfolgt der Zugang im westlichen Bereich über die Rampe (bitte klingeln).

Verwaltungsgebäude II, Moltkestraße 24: Eingang für das Bürgerbüro und alle in diesem Gebäude befindlichen Fachbereiche ist der Haupteingang an der Schillerstraße. Ausgang ist für die Kund/innen des Bürgerbüros der (eigentliche) Haupteingang des Bürgerbüros. Die anderen Besucher/innen des Gebäudes verlassen das Haus über die Tür an der Moltkestraße. Rollstuhlfahrer/innen melden sich bitte am Haupteingang bei der Sicherheitskraft, um dann – persönlich über die zum Ausgang umfunktionierte Bürgerbürotür eingelassen zu werden.

Verwaltungsgebäude III, Moltkestraße 26: Der Zugang erfolgt über den westlichen Haupteingang, das Verlassen durch die östlich gelegene Tür.

Bürger/innen mit Termin werden gebeten, pünktlich am Verwaltungsgebäude sein, um Warteschlangen zu vermeiden. An den Eingängen wird der Besucher/die Besucherin von der Fachkraft eines Sicherheitsdienstes in Empfang genommen, der dem zuständigen Sachbearbeiter/der Sachbearbeiterin Bescheid darüber gibt, dass der erwartete Bürger/die Bürgerin eingetroffen ist. Hier bitte auch den Hygienespender zur Handdesinfektion benutzen. Der zuständige Sachbearbeiter/die Sachbearbeiterin holt den Bürger/die Bürgerin ab und geht, unter Einhaltung des Sicherheitsabstands, mit ihm/ihr zu seinem/ihrem Büro. Hier, falls nötig, bitte den eigenen Kugelschreiber benutzen!

Im Verwaltungsgebäude herrscht für Besucher/innen wie für Bedienstete Maskenpflicht. Im Büro kann der/die Bedienstete die Maske absetzen, sofern er/sie hinter einem Spuckschutz aus Plexiglas sitzt. Für die Bürger/innen gilt Maskenpflicht.

Nach Erledigung des Amtsgeschäftes begleitet der städtische Mitarbeiter/die Mitarbeiterin den Bürger/die Bürgerin wieder bis zum Ausgang. Die städtischen Mitarbeiter/innen führen eine Besucherliste mit Namen, Wohnanschrift und Dauer der Anwesenheit im Büro, um eine etwaige Infektionskette zurückverfolgen zu können. Diese Angaben werden vier Wochen sicher aufbewahrt und dann vernichtet.

Die Bürger/innen werden gebeten, zum abgesprochenen Termin nach Möglichkeit allein zu erscheinen (Ausnahme: Eine betreuende Person, Mutter mit Kind usw.). So werden Wartesituationen mit vielen Menschen vermieden. Zudem muss das Abstandsgebot im Büro eingehalten werden können.

Ein Infoblatt über den coronabedingten Besuchsablauf hängt ebenso an den Eingangstüren der Verwaltungsgebäude aus wie eine Übersicht über die neue Eingangs- und Ausgangsregelung.

Viele Bürger/innen, die sich bisher nur mit den nötigsten Anliegen an die Stadt gewandt hatten, haben z.T. Sorge, weil ihr Personalausweis abgelaufen ist. Christian Rüth, der Leiter des Fachbereichs Bürgerservice, weist darauf hin, dass hier kein Grund zur Sorge besteht, da der Personalausweis bis zu einem Jahr nach Ablauf noch gültig ist. Dies hat die Landesregierung auch mit Blick auf die Corona-Krise noch einmal bekräftigt.

Stadtbücherei und Museum öffnen / Nun bis zu sechs Personen bei Trauungen erlaubt

Nachdem die Stadtbücherei am kommenden Montag unter Einhaltung eines Abstands- und Hygienekonzeptes öffnen wird (wir berichten), freut sich auch das Museum Haus Martfeld wieder auf Besucher/innen. Ab Samstag, dem 23. Mai, ist dies wieder möglich. Dann können Bürger/innen das Museum besuchen, dessen Neukonzeption schon zu einem großen Teil umgesetzt wurde. Auch hier gelten das Abstandsgebot, die bekannten Hygieneregeln und Maskenpflicht. Öffnungszeiten: samstags und sonntags 12 bis 17 Uhr und dienstags 14 bis 17 Uhr.

Das Standesamt Schwelm wird für Eheschließungen ab dem 18. Mai wieder mehr Teilnehmer/innen bei Trauungen zulassen. In den vergangenen Wochen fanden Eheschließungen vor der Standesbeamtin ausschließlich mit dem Verlobungspaar statt. In Abstimmung mit den anderen Standesämtern im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis können jetzt wieder bis zu sechs Personen an der Trauung teilnehmen. Noch einmal Christian Rüth: „Wir wollen damit die Möglichkeit schaffen, dass die Eltern und die Trauzeugen wieder an der Trauung im Trausaal des Hauses Martfeld oder im Verwaltungsgebäude an der Moltkestraße 24 teilnehmen können“.

Den Standesbeamtinnen der Stadt Schwelm ist es in den vergangenen Wochen sehr schwer gefallen, die Teilnahme an den Trauungen stark einschränken zu müssen. Auf Grund der vielfachen Möglichkeiten wieder eine neue „Normalität“ leben zu können, möchte auch das Standesamt Schwelm dem engsten Angehörigenkreis der Verlobungspaare die Teilnahme an der Eheschließung ermöglichen. Wie in allen städtischen Gebäuden ist das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes auch bei Eheschließungen obligatorisch. Die Teilnehmer/innen an der Eheschließung müssen von der Standesbeamtin mit Namen, Anschrift und Mobilfunknummer erfasst werden. Diese Daten dienen ausschließlich einer möglichen Nachverfolgung von Infektionsketten durch das Gesundheitsamt. Die Daten werden vom Standesamt nach vier Wochen datenschutzgerecht vernichtet. Die Hygiene- und Abstandsregelungen lassen sich mit diesem eingeschränkten Personenkreis sicherstellen. Die Standesbeamtin weist den Gästen Plätze zu, die das Abstandsgebot wahren. Das Standesamt möchte aber auch darauf hinweisen, dass es vor dem Standesamt nicht zu Ansammlungen von weiteren Angehörigen und Freunden kommen darf. Diese Ansammlungen sind weiterhin nach der Coronaschutzverordnung verboten und haben die Festsetzung von Bußgeldern durch das Ordnungsamt der Stadt Schwelm zur Folge. Das Standesamt bittet darum, diese Regelung zu beachten, damit es trotz der Einschränkungen ein schöner Tag für das Ehepaar wird.

Technische Betriebe Schwelm schließen sich Regelung der Stadtverwaltung an

Die Regelungen der Verwaltung gelten analog für den Besuch bei den Technischen Betrieben Schwelm (TBS). Namen der Ansprechpartner sind auf der TBS-eigenen Homepage unter schwelm.tbs-schwelm.de zu finden. Die zentrale Telefonnummer lautet 8047-0. Es wird darum gebeten, die Öffnungszeiten zu beachten. Die TBS hatten die Sperrgutannahme am 11. April 2020 wieder geöffnet, und ab Dienstag, dem 19. Mai, beginnt die telefonische Terminvergabe für die haushaltsnahe Sperrgutabholung. Mittwochs erfolgt bis auf Weiteres keine Sperrgutannahme. Die TBS bitten darum, dass auf den nötigen Abstand zum Personal und zu anderen Personen geachtet wird und das möglichst passend gezahlt wird (15,00 € Sperrgut / 5,00 € Grünschnitt bei Anlieferung / 7,00 Euro pro Teil bei Abholung). Eine Kartenzahlung ist nicht möglich. Bitte eine Maske tragen!

Schwelm, den 14. Mai 2020

Vom kommenden Montag, dem 18. Mai, an, wird die Verwaltung zwar nach wie vor nur zugangsbeschränkt erreichbar sein, doch die Bürger/innen werden wieder in den Büros der Mitarbeiter/innen ihre Anliegen besprechen können. Das gilt auch für die Technischen Betriebe Schwelm in der Wiedenhaufe 11. Die Stadtbücherei öffnet ebenfalls am 18.Mai wieder, das Museum Haus Martfeld am 23. Mai. Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Arno Kowalewski
Serviceportal