Viele Eltern freuen sich über „Besuch“ der Stadt „beim Baby“ / Angebot des städtischen Familienbüros auch während der Pandemie gut nachgefragt

Seit vielen Jahren führt die Stadt Schwelm den „Besuch beim Baby“ durch. Dabei besucht eine Fachkraft des städtischen Fachbereichs Jugend, Schule und Soziales die frischgebackenen Mütter und Väter, um zur Geburt des Kindes zu gratulieren und ein gut gefülltes Besuchspaket zu überreichen.

Sein Inhalt besteht u.a. aus einem sehr informativen Elternbegleitbuch, einem Flyer der Frühen Hilfen sowie einem kleinen handlichen Heft, das alle Ansprechpartner/innen in den Frühen Hilfen auflistet. Das schriftliche Material gibt Auskunft über den sicheren Umgang mit dem neuen Erdenbürger und begleitet dessen Wohl und Wehe auch über die weiteren Entwicklungsphasen des Kindes hinaus. Keine Frage, dass Mütter und Väter diese auch farblich aufeinander abgestimmten wichtigen Unterlagen, die schon zu einer eigenen Marke in Schwelm geworden sind, sehr schätzen.

Beigefügt ist dem Besuchspaket auch ein kleines Geschenk wie ein hübsches Dreiecktuch oder eine Rassel oder ein kleines Bilderbüchlein. Die erste Minizahnbürste (gestiftet vom Bereich Kinder- und Jugendzahngesundheit des EN-Kreises) darf auch nicht fehlen. Sehr gerne hat die Stadt auch auf Wunsch von Eltern ein kleines Buch über Beikost fürs Kleinkind ins Repertoire mit aufgenommen.

Wie Yasemin Doganay-Domnik, die Koordinatorin der Frühen Hilfen bei der Stadt Schwelm, erläutert, nahmen vor der Pandemie etwa 70 Prozent der Eltern das Besuchsangebot der Stadt wahr und während der Coronakrise immerhin rund 50 Prozent: „Bei durchschnittlich 22 bis 27 Geburten pro Monat sind das derzeit 11 bis 14 Besuche in vier Wochen, die unter Coronabedingungen durchgeführt werden“.

Im Vorfeld des Besuchs werden die in Schwelm lebenden Eltern eines Neugeborenen zunächst angeschrieben und erhalten ein Besuchsangebot. So lange die Pandemie anhält, trifft man sich mit Mund-Nase-Bedeckung im Freien zu einem Walk & Talk, zwischen „Tür und Angel“ oder im Garten bzw. auf dem Balkon, um zumindest von Angesicht zu Angesicht das Begleitpaket zu überreichen. Hier zeigt sich ein großer Informations- und Austauschbedarf seitens der Eltern.

Diese Gespräche finden aktuell teils auch schon vorab oder nach dem Besuch telefonisch statt. Und so, wie die Mitarbeiterin der Stadt viel Material mitbringt mit wichtigen Informationen über die Entwicklungsphasen des Kindes, das Zusammenleben mit Kind als Familie und die liebevolle Begleitung, die das Kind benötigt, so haben auch die Mütter oder Väter manches zu schildern oder stellen wichtige Fragen zum gelingenden Umgang mit ihrem Nachwuchs. 

Für Bürgermeister Stephan Langhard ist es Herzenssache, „dass wir als Stadt Schwelm mit dem Besuch beim Baby dem neuen Erdenbürger und seinen Eltern Wertschätzung entgegenbringen und den Schwelmer Neuankömmling herzlich willkommen heißen“. Darüber hinaus „stellen die Informationen des Babybegleitbuchs eine wertvolle Unterstützung dar, weil sie aufklären, informieren und Eltern damit ein Stück Sicherheit geben“, ist sich das Stadtoberhaupt sicher.

Schwelm, den 17. November 2021

Über den „Besuch beim Baby“ freut sich auch die Schwelmer Familie Ritterbach, hier mit Bürgermeister Stephan Langhard und Yasemin Doganay-Domnik, Koordinatorin der „Frühen Hilfen“ bei der Stadt Schwelm.
Blick in die „Frühen Hilfen“ (Angebote und Informationen) für Familien der Stadt Schwelm. Fotos: Jörg Dahlke
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