„Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“: Schon über 10.000 € gespendet

Schwelmer Unternehmer, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Bürger sorgen für winterfeste Unterkünfte

Schwelmerinnen und Schwelmer stehen nicht zurück, wenn es darum geht, Flüchtlingen im Irak zu helfen. Das steht nach einem ersten Spendenbrief fest, den Bürgermeister Jochen Stobbe an Schwelmer Unternehmer und Stiftungen geschickt hatte. So kamen auf Jochen Stobbes Bitte, sich am Projekt „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“ zu beteiligen, bereits über 10.000 € zusammen, u.a. von den Firmen Nölle-Pepin, Bever und Klophaus, Pass, von der Ralf-Stoffels-Stiftung sowie von Schwelms Ehrenbürger Wilhelm Erfurt, von der Schwelmer & Sozialen Wohnungsgenossenschaft, von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt-Verwaltung Schwelm und von Schwelmer Bürgern.

Das Projekt „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“, das ausführlich in den Medien vorgestellt wurde, wurde von dem NRW-Landtagsabgeordneten Serdar Yüksel initiiert. Die Schirmherrschaft haben Karola Geiß-Netthöfel, Fritz Pleitgen und Klaus Engel inne. Vor einigen Wochen wurden alle 53 Städte des Ruhrgebietes angeschrieben und um Hilfe für Menschen gebeten, die seit dem Vormarsch des Islamischen Staates und der ständigen Verschärfung der Kämpfe im Nordirak auf der Flucht sind. 

Die 1,5 Millionen betroffenen Menschen sind nicht nur durch die mörderischen Kämpfe bedroht, sondern auch durch das Wetter. Die Wintertemperaturen im Nordirak sind unter den Gefrierpunkt gefallen. Die Flüchtlinge leben in Ruinen, Rohbauten und Notunterkünften ohne winterfeste Isolierung. Um eine menschenwürdige Unterbringung zu schaffen, möchte die Initiative „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“ ein Flüchtlingsdorf aus 100 isolierten Containerunterkünften, gestiftet von Städten im Ruhrgebiet, in der Region Dohuk errichten. Ein von einer Stadt gespendeter Container trägt den Namen dieser Stadt.

5000 € kostet ein winterfester Container für zwei Familien. Sie werden im Nordirak hergestellt und konfessionsübergreifend den Menschen angeboten, die sie am dringendsten benötigen. Bürgermeister Jochen Stobbe: „Wir stehen voll und ganz hinter dieser Initiative. Durch Menschen, die in auch in Schwelm vor Verfolgung Schutz suchen und auf der Flucht kaum mehr als ihr Leben retten konnten, weiß ich, welche Schrecken gerade hinter den Flüchtlingen aus dem Irak und Syrien liegen.  Es wäre ehrenvoll, wenn auch Schwelm sich an dieser humanen Unternehmung beteiligen würde. Aufgrund der schwierigen Haushaltslage dürfen wir aber keine freiwilligen Ausgaben tätigen. Im Namen der notleidenden Menschen danke ich allen Einrichtungen und Bürgern, die schon Geld für die lebenswichtigen Container gespendet und sich damit mit den geflohenen Menschen solidarisiert haben, sehr, sehr herzlich“.

Mit Nachdruck bittet er Schwelms Bürgerinnen und Bürger um ihre Mithilfe, so dass ggfs. auch die zweite Schwelmer Container-Unterkunft auf den Weg gebracht werden kann. Das Spendenkonto der Stadt ist die 000 000 75, die Bankleitzahl die 454 515 55 bei der Stadtsparkasse Schwelm, Stichwort „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet Schwelm“. Die Stadtverwaltung leitet das eingegangene Geld an die Caritas Essen weiter, die das Projekt im Irak betreut. Jochen Stobbe: „Wir haben die bereits 5000 € für den ersten Container überweisen, denn den Menschen muss jetzt schnell geholfen werden. Jeder Cent trägt dazu bei.“

Schwelm, den 21. April 2015

 

 

 

 

 

Serviceportal