2021 erwarb der Schwelmer Unternehmer Marcus Lusebrink den Bahnhof in seiner Heimatstadt. Schon bald stellte er seine Planungen für einen sogenannten Mobilitätsknotenpunkt vor, der alle relevanten Verkehre bündelt – Mobilität, so die Leitidee müsse in neuer Form gedacht werden, mit Blick auf das Klima und die Vielfalt der Verkehrsmittel und ihrer Antriebsarten. In diesem Geiste entsteht am Schwelmer Bahnhof durch das Zusammenwirken des privaten Investors mit der öffentlichen Hand und anderen Partnern ein moderner Mobilitätspark, der zentral grundlegende Mobilitätsformen zusammenführen soll, also Bahn-, ÖPNV, Individualverkehr, Car-Sharing Taxi-Fahrten und Radmobilität.
Bis zum Beginn dieses Unterfangens lagen wechselvolle und sehr ernüchternde Erfahrungen mit diversen Vorbesitzern der Bahnhof-Immobilie hinter den Bürgerinnen und Bürgern. , Diese Investoren hatten ihre Versprechen, das Bahnhofsgebäude und sein Umfeld stattlich zu entwickeln nicht einlösen können. Marcus Lusebrinks Projekt hingegen schreitet gut sichtbar voran. So bezog vor einiger Zeit die nunmehr zur Tepass Mobility gehörende Schwelmer Taxizentrale ihre neuen Räumlichkeiten im umgebauten Bahnhofgebäude. In dessen Nachbarschaft hat auch der Tepass E-Bike-Store sein neues Domizil gefunden. Nun konnte ein weiterer wichtiger Schritt gegangen werden, denn der Umzug des Kundencenters der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr mbH(VER) aus dem Container an der Herzogstraße in eigens dafür hergerichtete Räume im Komplex des umgebauten Bahnhofsgebäudes konnte vollendet werden.
Unter großer Beteiligung der Bevölkerung und begleitet von einem launigen Rahmenprogramm wurden die neuen Räumlichkeiten für die Kundenberatung jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit hatten die Gäste die Möglichkeit, auch den Status Quo des Schwelmer Mobilitätsparks kennenzulernen.
Bürgermeister Stephan Langhard gratulierte allen Beteiligten zum sichtbaren Entwicklungsfortschritt. Bei dieser Gelegenheit gab er seiner Erleichterung darüber Ausdruck, dass die für die VER-Mitarbeitenden wie auch für die Bürgerschaft unbefriedigende Unterbringung im Container nach nunmehr elf Jahren beendet werden konnte. Die neuen Räume für die Kundenberatung sind hell, freundlich, hochfunktional, barrierefrei und werden von den Kundinnen und Kunden begeistert angenommen. Damit auch Menschen mit Beeinträchtigungen sich gut zurechtfinden können, wurde, wie überhaupt beim Projekt Bahnhofsgebäude Frau Korinna Schlink, die Koordinatorin für Menschen mit Behinderungen/Inklusionsbeauftragte in der Servicestelle Ehrenamt der Stadtverwaltung Schwelmmit einbezogen.
Mit dem 1. stellv. Landrat des EN-Kreises, Daniel Pilz, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der VER ist, sowie VER-Geschäftsführer Peter Bökenkötter und Lars van der Meeren, dem Mobilitätsmanager der Tepass Autohaus-Gruppe war sich Schwelms Stadtoberhaupt darin einig, dass wir gerade „einen großen Tag für Schwelm und den Ennepe-Ruhr-Kreis erleben!“ Stephan Langhard: „Das Konzept des Mobilitätsstützpunktes, hat mich von Beginn an überzeugt. Es genießt das Vertrauen von Verwaltung und Politik, denn bekanntlich wurden auch städtische Flächen mit in dieses PPP-Projekt eingebracht. Dieses Projekt wird dazu beitragen, die Mobilitätswende, unmittelbar bei uns in Schwelm zu verwirklichen.
Schon früher hatte Schwelms Bürgermeister geäußert, dass das Modell eines Mobilitätsknotenpunktes seiner Meinung nach weit über Schwelm hinaus Strahlkraft entfalten könnte,
VER-Geschäftsführer Peter Bökenkötter zeigte sich sehr erleichtert darüber, dass das Kundencenter mit seinem umfassenden Serviceangebot nach langen elf Jahren im Container nun endlich in angemessenen Räumlichkeiten untergebracht sei. Er ist voll des Lobes über die sehr gute Kooperation mit der Tepass-Autohaus-Gruppe, die auch beim On-Demand-Verkehr an der Seite der VER ist, „Wir praktizieren hier eine sehr gelungene Form von PPP, also des Zusammenwirkens eines privaten Investors mit der öffentlichen Hand!“
Schwelm, den 31. März 2026


