Fachtag am 31. März im Kreishaus: Mehr Selbstbestimmung mit dem Persönlichen Budget

(pen) Mit einer kreisweiten Kampagne verfolgt der Ennepe-Ruhr-Kreis ein klares Ziel: Menschen mit Behinderung sollen ihre Rechte kennen, ihre Möglichkeiten nutzen und Unterstützung so gestalten können, wie sie zu ihrem Leben passen. Ein zentraler Schlüssel dafür ist das Persönliche Budget.

Schauplatz für den Fachtag „Das Persönliche Budget – mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung“ ist am Dienstag, 31. März, das Schwelmer Kreishaus. Zielgruppe sind Betroffene, Interessierte, Fachkräfte, Leistungsträger, Beratungsstellen sowie politische Entscheidungsträger. Um vorherige Anmeldung wird gebeten. Alle Infos dazu hier.

Um dieses Instrument stärker bekannt zu machen, rückte die Kreisverwaltung seit dem 2. März das Persönliche Budget in den Fokus der Aufmerksamkeit. Es gab Informationsveranstaltungen rund um eine Wanderausstellung und eine Fachtagung. Stationen der Kampagne sind Schwelm, Wetter (Ruhr), Herdecke, Hattingen und Witten.

Das Persönliche Budget ist eine gesetzlich verankerte Leistungsform im Sozialrecht. Menschen mit Behinderung haben das Recht, Leistungen zur Teilhabe zu erhalten.

„Wer diesen Weg geht, verlässt die Ecke des reinen Leistungsempfängers und macht einen großen Schritt in Richtung selbstbestimmtes Leben. Natürlich helfen den Betroffenen auch vorgefertigte Sach- oder Dienstleistungen weiter. In der Selbstwirksamkeit und für das Selbstbewusstsein macht es aber einen erheblichen Unterschied, dank eines Budgets Assistenzkräfte und Unterstützungszeiten eigenständig auswählen und festlegen zu können“, berichtet Judith Volk, Inklusionsbeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Weiterer Pluspunkt: Das persönliche Budget liefert Spielraum, um auch sehr spezielle Bedarfe, für die es keine Lösungen von der Stange gibt, abdecken zu können. Ansprechpartner für das Beantragen des Persönlichen Budgets sind Beratungsstellen, Angehörige und gesetzliche Vertreter. Auch Eltern können für ihre Kinder ein persönliches Budget beantragen. Gut zu wissen: Schon Ausgaben für das Unterstützen beim Beantragen können aus dem Persönlichen Budget finanziert werden.

Der Startschuss für die Kampagne fiel mit einer Informationsveranstaltung bereits am Montag, 2. März, ab 17 Uhr im Schwelmer Kreishaus. Bis Freitag, 6. März, war dort – begleitet von täglichen Gesprächs- und Beratungsangeboten - auch die Wanderausstellung zu sehen.

Ausstellung und Beratung machten anschließend von Dienstag, 10. bis Freitag, 13. März in Wetter (Ruhr), in Herdecke (Dienstag, 17. bis Montag, 23. März), in Hattingen (Montag, 23. bis Freitag, in 27. März) und in Witten (Dienstag, 24. bis Sonntag, 29. März) Station.

Alle Informationen über die Kampagne und ihre Veranstaltungen finden sich auf der Internetseite der Kreisverwaltung, www.en-kreis.de. Dazu zählen auch Hinweise zu Parkangeboten für Menschen mit Behinderungen für die Veranstaltungen am 2. und 31. März am Schwelmer Kreishaus.

Stichwort Kampagne

Initiiert und organisiert wird die Sensibilisierungskampagne von Judith Volk und den Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW (KSL.NRW) mit Unterstützung der Behinderten- und Seniorenbeauftragten der kreisangehörigen Städte. Fachlich begleitet wird sie durch die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) und Beraterin und Coach Linda Gilfert.

(Pressemitteilung des Ennepe-Ruhr-Kreises)

Bildnachweis: Ennepe-Ruhr-Kreis