Einen ungewöhnlichen Blick auf industrielle Produktion verspricht die neue Ausstellung „IndustrieART-EN“, die, nach Stationen in Hattingen und Witten, am 25. Januar, um 11 Uhr im Museum Haus Martfeld im Rahmen einer Vernissage eröffnet wird. Landrat Jan-Christoph Schaberick, Schirmherr der Wanderausstellung, sowie Bürgermeister Stephan Langhard werden die Besucherinnen und Besucher begrüßen. Danach geht Philip Pearce stellverstretend für alle drei Ausstellenden ins offene Gespräch mit Museumsleiterin Dr. Bärbel Jäger und den Anwesenden. Stefan Knappe aus Köln begleitet die Eröffnung musikalisch mit seinem Saxophon.
Die Besonderheit an der Ausstellung IndustrieART-EN: nur Unternehmen aus der Umgebung, unter anderem auch die hiesige Schwelm Anlagentechnik GmbH, wurden ausgewählt. In ihnen fand der Fotograf Philip Pearce die Motive für dieses regionale Kunstprojekt. Firmeninhaber gewährten ihm freien Zugang zu Fertigungsprozessen und ermöglichten Kontakt zu Mitarbeitern, sodass über einen Zeitraum von zwei Jahren Aufnahmen entstanden, die einerseits Arbeitsabläufe zeigen, andererseits u.a. Pumpen, Zahnräder, Roboter abbilden. Jenseits der Faszination durch Größe und Konstruktion der Maschinen potenziert Pearce die Ausstrahlung der vor Ort gemachten Fotografien durch die Bearbeitung mit digitaler Farbpalette und verleiht ihnen auf diesem Wege eine futuristisch-magische Aura. Es sind nun künstlerische Momentaufnahmen von vitalen Industriestandorten vor unserer Haustür. Die Farbigkeit verfremdet und weckt gleichzeitig Neugier für das, was dort entsteht.
Von Vasilij Plotnikov stammen filigrane Raumobjekte, für die er sowohl Material der ausgewählten Produktion wie auch deren Abfallprodukte verwendet – skulpturales Upcycling gewissermaßen. Beide Künstler arbeiten bei dieser Ausstellung kooperativ, d.h. Fotografien und Objekte beziehen sich aufeinander, korrespondieren etwa in Form und Bewegung. Achim Brodde, dritter Künstler der IndustrieART-EN, verantwortet als Webdesigner die mediale Präsentation dieses ambitionierten Projekts.
Die Ausstellung ist vom 25. Januar bis zum 17. Mai 2026 im Haus Martfeld zu sehen. Öffnungszeiten sind samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr im 14tägigen Rhythmus. Im Januar und Februar sind das nach der Eröffnung am 25. Januar ein Wochenende später am 31.1./1.2., am 14. und 15.2. sowie am 28.2./1.3. Danach immer jeweils 14-tägig oder nach Vereinbarung. Öffnungszeiten und weitere Informationen zum Haus Martfeld sind auch auf der städtischen Webseite zu finden.
(Schwelm, den 21. Januar 2026)

