(pen) Lässt sich Kunst mit der industriellen Gegenwart verbinden? Wie kann es gelingen, Unternehmen mit ihrer Technologie und ihren Mitarbeitenden durch die kreative Handschrift von Künstlern emotional sichtbar zu machen? Diese Fragen haben sich Philip Ian Pearce, Vasilij Plotnikov und Achim Brodde gestellt. Mit ihrer Ausstellung „IndustrieART-EN“ liefert das Trio Antworten. Ab Sonntag, 25. Januar, sind die Antworten im Schwelmer Haus Martfeld zu sehen.
„Industriekunst im Ruhrgebiet und damit auch im Ennepe-Ruhr-Kreis ist für viele eine Kunstausprägung, die stillgelegte Anlagen einer vergangenen Epoche in den Fokus nimmt. In Fotografien, gemalten Bildern, Skulpturen oder Installationen finden sich stolze Relikte der Industrialisierung wieder“, so Landrat Jan-Christoph Schaberick in seiner Rolle als Schirmherr der Ausstellung. Philip Ian Pearce, Vasilij Plotnikov und Achim Brodde hätten diesen Ansatz aktualisiert, hinter die Tore von aktiven Unternehmen in Breckerfeld, Hattingen, Schwelm und Witten geschaut und interpretierten damit Industrie, Tradition, Innovation und Handwerkskunst auf eine ganz neue Weise.
In die Ausstellung aufgenommen wurden über 60 teils großformatige Fotokunstwerke des Wittener Fotokünstlers Philip Ian Pearce sowie dazu korrespondierende Skulpturen des Bildhauers Vasilij Plotnikov aus Schwarzhofen. Als Dritter im Bunde hat Webdesigner Achim Brodde die Online-Präsentation des Kunstprojektes umgesetzt. Für alle Interessierten eine gute Gelegenheit, vor dem Besuch der Ausstellung Eindrücke zu gewinnen.
„Wir sind den sieben Unternehmen sehr dankbar dafür, dass sie uns ihre Tore geöffnet haben. Zwei Jahre lang war es uns möglich, Menschen bei der Arbeit oder auch technische Perspektiven festzuhalten. Die daraus entstandenen Kunstwerke und Skulpturen liefern eine Vielzahl von besonderen Blicken auf unsere industrielle Gegenwart und Zukunft. Dies ist genau die Ergänzung zu den bisher häufig gemachten Rückblicken und Einblicken auf stillgelegte Industrieanlagen der Region, die wir uns gewünscht haben“, macht Pearce stellvertretend für das Künstlertrio deutlich.
Alle Beteiligten hoffen, mit ihrem ungewöhnlichen Angebot hinter die Tore einiger Unternehmen schauen zu können, auf interessierte Resonanzen zu stoßen. Insbesondere natürlich bei den Menschen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, in deren Lebensumfeld und Nachbarschaft die Firmen zuhause sind und produzieren.
Premiere gefeiert hatte „IndustrieART-EN“ im Haus Kemnade in Hattingen. Dort war die Ausstellung von Oktober bis Anfang Januar zu sehen. Vom Haus Martfeld wandert sie im Mai dann noch weiter ins LWL Museum Zeche Nachtigall in Witten (30. Mai bis 13. September). Jederzeit zu besuchen ist das Projekt online unter www.industrieart-en.de.
Stichwort Vernissage und Ausstellung in Schwelm
Die Vernissage im Haus Martfeld (Haus Martfeld 1, Schwelm) findet am Sonntag, 25. Januar, um 11 Uhr statt und steht allen Interessierten offen. Ab Samstag, 31. Januar, kann „IndustrieART-EN“ dann bis zum 17. Mai im 14 Tage Rhythmus an Samstagen und Sonntagen jeweils von 12 bis 17 Uhr besucht werden.
An den Sonntagen 1. März, 12. April und 17. Mai sind für jeweils 14 Uhr Führungen mit den Künstlern geplant.
Stichwort Unternehmen
Gastgeber der Künstler waren zum einen Traditionsunternehmen, die mit ihren Mitarbeitenden den Strukturwandel erfolgreich gemeistert haben. Zum anderen Firmen, die erst später ihren Platz in der Industriewelt eingenommen haben.
Im Einzelnen waren dies: HaFu Werkzeuge aus Breckerfeld, FCMD Maschinenbau aus Hattingen und die Schwelmer Anlagentechnik sowie aus Witten J.D. Neuhaus Group, Lohmann Stahl, Düchting Pumpen und Feller Yachting.
(Dies ist eine Pressemitteilung des Ennepe-Ruhr-Kreises, Schwelm, den 12. Januar 2026)

