Gegen 8 Uhr begann am heutigen Mittwoch der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Arnsberg in Schwelm am Bahndamm im Bereich der Märkischen Straße mit Ausschachtungs- Grabungs- und Sondierungsarbeiten um zu klären, ob sich tatsächlich ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich befinden würde. Gute drei Stunden später konnten die Fachleute Entwarnung geben, hatte man doch statt einer vermuteten Bombe einen Eisenträger freigelegt. Verständlicherweise sorgte dieser Befund für große Erleichterung bei allen Beteiligten. So konnte die zuvor organisierte Straßensperrung rund um den Verdachtsfall ebenso unterbleiben, wie die sorgsam geplante Evakuierung von Anwohnern und Arbeitnehmern. Immerhin wohnen 1200 bis 1300 Bürger im Umkreis von 250 Metern rund um den Verdachtspunkt. Hätten sie ihr Zuhause im Falle einer Bombenentschärfung vorübergehend verlassen müssen, wären sie, mit Bussen der VER zum Ausweichquartierquartier – in der Turnhalle der Dietrich-Bonhoeffer Realschule gefahren worden.
Bürgermeister Stephan Langhard dankte allen beteiligten Kräften (u.a. dem Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg, der Deutschen Bahn, der Kreispolizeibehörde sowie der Abteilung Bevölkerungsschutz des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Freiwilligen Feuerwehr Schwelm sowie den Technischen Betrieben Schwelm , der VER, dem DRK, vielen weiteren Einrichtungen und nicht zuletzt den zahlreichen Mitarbeitenden der Stadtverwaltung Schwelm. Die „hervorragende sehr professionelle Zusammenarbeit, habe sich auch im Krisenstab der Stadt Schwelm widergespiegelt , so Schwelms Stadtoberhaupt „Ich danke auch den Bürgerinnen und Bürgern sehr herzlich für ihr Verständnis und der Presse für ihre wichtige Informationsarbeit“, . Stephan Langhard blickt über Tag und Stunde hinaus, wenn er bilanziert: „Dieses sehr erfolgreiche Miteinander macht mir Mut, dass wir in Schwelm als Stadtgesellschaft, die zusammenhält auch künftig außergewöhnliche Situationen oder gar Krisen gut meistern werden.“
Federführend hatte in der Stadtverwaltung Marcus Kramann, Beigeordneter und Geschäftsbereichsleiter für Bürgerdienste, darunter für Ordnungsamt und Feuerwehr die notwendigen Maßnahmen rund um das aufreibende Geschehen organisiert. Seinen Worten zufolge gab es kein Aufgabengebiet der Stadtverwaltung Schwelm, das nicht personell eingebunden gewesen wäre, so überwältigend war die Bereitschaft der Bediensteten, Unterstützung zu leisten“ In der Spitze waren rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagiert, sei es im Einsatz an einer der geplanten Sperrstellen oder am Bürgertelefon. bzw. als Helfer in den Klingeltrupps, die die Anwohner informierten.
Schwelm, den 15. April 2026


