Nach 45 Jahren beruflicher Tätigkeit, darunter bald 31 Jahren im Dienst der Stadtverwaltung Schwelm geht Schwelms Pressesprecherin Heike Rudolph am 1.Oktober 2026 in den Ruhestand.
Die gebürtige Schwelmerin arbeitete nach dem Abitur, das sie 19981 am Märkischen Gymnasium Schwelm ablegte, bei der (Westfalenpost/Westfälische Rundschau) und später in der Pressestelle der Bergischen Universität Wuppertal, wo sie Germanistik, Allgemeine Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte studierte.
Im Dezember 1995 kam Heike Rudolph zur Stadtverwaltung Schwelm, wo sie in Wort und Bild für die Presse- und Informationsarbeit zuständig war. Sie war jahrzehntelang erste Ansprechpartnerin für alle Medienvertreter bei der Berichterstattung aus der und über die Verwaltung und wirkte intensiv an der Gestaltung des städtischen Internetauftritts mit. Darüber hinaus war sie durch das Abfassen u.a. von Reden, Grußworten, Vorträgen und weiteren Beiträgen für unterschiedliche Publikationen stark in die städtische Repräsentation eingebunden. Frau Rudolph hatte 20 Jahre lang die Redaktion für den „Heimatbrief“, später „Journal für Schwelm“ inne, ebenso lang betreute sie die Rathaus-Galerie, in der Kunstschaffende aus Schwelm und der Region ihre Werke in der Hauptstraße 14 ausstellten.
Darüber hinaus organisierte sie viele Jahre lang den beliebten Neubürgerempfang im Schwelmer Rathaus. Außerdem begleitete Heike Rudolph zahlreiche Aktionen und Unternehmungen Dritter wie die „Orte des Fortschritts“, und das „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“, die „Ost-West-Kontakte“ mit Wuppertal“, das „Comenius-Klima-Projekt mit der polnischen Stadt Kolberg“ und sie gestaltete Gedenkstunden und Messeauftritte mit. Besonders am Herzen lag und liegt ihr der Holocaustgedenktag am 27. Januar jeden Jahres, den sie über 20 Jahre lang in Zusammenarbeit mit dem Märkischen Gymnasium Schwelm, auf den Weg brachte. Als Fachfrau für Heimatkunde unternahm sie zahlreiche Stadtführungen und Rathausführungen für Bürger aller Generationen und auch immer wieder Führungen durch das Haus Martfeld. Zudem führte sie die in den zurückliegenden Jahren das Publikum in zahllose Kunstausstellungen ein. Eng und sehr gern hat sie nach eigenen Worten mit ihren hochgeschätzten Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung, sowie mit Schwelms Schulen, der Musikschule, der Stadtbibliothek, dem Jugendzentrum, dem Stadtmarketing, der Werbegemeinschaft und den hiesigen Vereinen zusammengearbeitet. Sehr geschätzt hat Heike Rudolph den fachlichen und menschlichen Austausch in der von Kreispressesprecher Ingo Niemann begründeten Runde der Pressesprecher der EN-Kreisstädte.
Im Zuge der Zentralisierung der Verwaltung und des Baus des neuen Rathauses, leitete Heike Rudolph zusätzlich den Beirat der Stadtverwaltungsmitarbeitenden, der wertvolle Impulse zur Verwaltungspraxis im neuen Haus beisteuerte. Zudem war sie festes Mitglied im hausinternen Krisenstab SAE (Stab außergewöhnliche Ereignisse), so in der Coronazeit und danach beim Thema Energiemangellage.
Privat ist die rührige Schwelmerin „mit großer Freude“ Beiratsmitglied in der Stiftung Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen und Beiratsvorsitzende der Wilhelm Erfurt-Stiftung für Kultur und Umwelt, Schwelm, sowie Mitglied in verschiedenen Schwelmer Vereinen und Nachbarschaften und Gründungsmitglied der Förderinitiative Schwelmer Heimatfest.Für ihre jahrelange Erforschung und Vermittlung von Heimatgeschichte wurde sie 2024 mit der Vandage-Medaille ausgezeichnet.
Nach einem gesundheitlichen Einbruch konzentriert sich die heute 64Jährige, die nach eigenen Worten „ihrer Stadtverwaltung und ihren lieben ‚Kolleginnen und Kollegen, stets verbunden bleiben wird, und die mit Dankbarkeit auf erfüllte Arbeitsjahre zurückblickt“, nun auf ihr Privatleben. Sie habe das Glück erlebt, „ihre große Leidenschaft“, den Journalismus von unterschiedlicher Warte aus betreiben zu dürfen, als Lokaljournalismus bei der Tageszeitung, als Wissenschaftsjournalismus in der Hochschule und zuletzt in der Stadtverwaltung, und überall gehe es darum, mehr oder weniger komplexe Inhalte und Zusammenhänge verständlich zu präsentieren. Heike Rudolph: „Dabei habe ich viele wunderbare Menschen kennengelernt und persönlich viel dazugelernt“. - „Ich bin jeden Tag mit Freude zur Arbeit gegangen und wünsche meiner Stadtverwaltung und dem Journalismus alles Gute!“
Wie Schwelms Bürgermeister Stephan Langhard betonte, werde die Fachfrau für die Öffentlichkeitsarbeit der Verwaltung dem Haus sicher sehr fehlen. Ihre Stelle wird in Kürze öffentlich ausgeschrieben.
Schwelm, den 28. September 2026

