Der äußerst rührige Verein Brauerei Schwelm hat es nach der Schließung der früheren Schwelmer Brauerei geschafft, das noch bestehende Historische Gebäude, das z.T. unter Denkmalschutz steht, im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu halten. So reichte er erst jüngst einen Bauantrag ein, um sein Vorhaben, die Immobilie mit Fördermitteln des Landes zu einem 3. Ort zu gestalten, voran zu bringen. Die Stadt unterstützt diesen Plan nach Kräften und hat das Projekt an die Spitze des Maßnahmenkatalogs des neuen ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) gesetzt, durch den bei Erfolg Mittel der Städtebauförderung nach Schwelm kommen könnten. Dadurch könnte ein vielversprechender neuer kultureller Treffpunkt in der Innenstadt entstehen.
Dazu wird die Symbolkraft der früheren Brauerei natürlich genutzt. Zu den Symbolträgern zählte auch der bekannte Torbogen, der früher die Zufahrt des Betriebes überspannte, und den die Stadt – und hier vor allem Thomas Striebeck als Leiter des städtischen Technischen Immobilienmanagements bei der Umgestaltung des Terrains zur Rathausfläche vor der Zerstörung bewahren wollte. Seitdem lagerte das Wahrzeichen unter freiem Himmel auf dem Betriebsgelände der Technischen Betriebe Schwelm AÖR. Nun wurde es zurück zum Historischen Brauereigebäude gebracht, wo man den Torbogen aufbereitet, um ihn im Rahmen des Projektes 3. Ort wiederzuverwenden. Ein 3. Ort ist ein sozialer Treffpunkt, außerhalb von Zuhause und Arbeitsplatz, der Gemeinschaft, Austausch und Entspannung ermöglicht.
Zum Transport des Torbogens fanden sich am vergangenen Samstag zahlreiche Mitglieder des Vereins bei den TBS ein. Mit vereinten Kräften hoben die Beteiligten den Metallbogen, der noch mit historischen Leuchtkörpern versehen ist, von seiner Lagerstätte. Zuvor schnitten sie ihn auch z.T. frei, war er im Freien doch von Grün überwuchert worden. Die Spedition Honselmann hatte für den Transport unentgeltlich einen Lkw zur Verfügung gestellt. Der Fahrer fuhr in seiner Freizeit.
Zugegen waren auch Thomas Striebeck, und Daniela Weithe mit ihrer Marketing-Kollegin Sandra Bockelmann An der Historischen Brauerei packte auch Bürgermeister Stephan Langhard beim Ausladen und Lagern des Torbogens im Gebäude tatkräftig mit an.
Zur Gestaltung des 3. Ortes braucht es Umbauten, um eine Infrastruktur zu schaffen, die die Durchführung von Veranstaltungen ermöglicht. Uwe Hugendick vom Brauereiverein könnte sich vorstellen, dass der wieder heimgekehrte Torbogen einmal über einer Bühne im Innenraum wirkungsvoll neu zur Geltung kommen könnte.
Schwelm, den 3. Juni 2026



